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Zahlenkolonnen auf einem Blatt Papier

Die Medizinischen Dienste in Zahlen

Die MDK-Gemeinschaft und wesentliche Akteure des Gesundheitswesens

Die Aufgaben des Medizinischen Dienstes sind breit gefächert. Unter anderem prüfen die Medizinischen Dienste die Qualität von ambulanten Pflegediensten und stationären Pflegeeinrichtungen, nehmen die DRG-Kodierung von Krankenhäusern unter die Lupe oder beraten die Kassen wenn es darum geht zu entscheiden, ob und welche Leistung für einen Versicherten in Frage kommt, wie zum Beispiel eine Pflegeleistung oder eine Kur. Tabelle 1 zeigt ausgewählte Daten über den MDK und wesentliche - mit der MDK-Tätigkeit verbundene -Institutionen bzw. Akteure im Gesundheitswesen.

Tabelle 1: Strukturdaten Gesundheitswesen
Akteure (Stand, Quelle)  Anzahl  in Prozent 
MDK (2008, MDS)  15  100 
MDK-Beratungsstellen (2008, MDS)  233  100 
Gesetzliche Krankenkassen (Januar 2009, BMG KM 1)  202  100 
Versicherte der Gesetzlichen Krankenkassen
(Januar 2009, BMG KM 1) 
69.874.023  100 
Versicherte der Sozialen Pflegeversicherung
(Januar 2009, BMG KM 1) 
69.899.765  100 
Vertragsärztliche Einrichtungen (Einzelpraxen, Gemeinschaftspraxen, Med. Versorgungszentren) (2007, KBV)  93.161  100 
Niedergelassene Zahnärzte (31.12.2007, BZÄK)  55.799  100 
Krankenhäuser (31.12.2007, Statistisches Bundesamt)  2.087  100 
Vorsorge- oder Rehabilitationseinrichtungen
(31.12.2007, Statistisches Bundesamt) 
1.239  100 
Zugelassene stationäre Pflegeeinrichtungen
(15.12.2007, Stat. Bundesamt) 
11.029   
Zugelassene ambulante Pflegedienste
(15.12.2007, Stat. Bundesamt) 
11.529   

 

Das Personal der Medizinischen Dienste

Die Medizinischen Dienste beschäftigten Ende 2008 rund 7.050 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Rechnet man die Teilzeitstellen in Vollstellen um, ergeben sich gut 6.340 Vollstellen.

Tabelle 2: Personal der Medizinischen Dienste Ende 2008
Personal  Anzahl
Mitarbeiter 
Anzahl
Vollstellen 
Vollstellen
in Prozent 
Gesamt  7.054  6.340  100,0 
davon       
Ärzte/Ärztinnen  2.068  1.948  30,7 
Pflegefachkräfte  1.605  1.448  22,8 
Nichtärztliches Personal in Heil- und Gesundheitsberufen  56  56  0,9 
Kodierassistenz  125  120  1,9 
Assistenzpersonal im medizinischen / pflegerischen Bereich  2.512  2.150  33,9 
Verwaltungspersonal  606  565  8,9 
Personal der Wirtschaftsdienste  82  54  0,9 

 

Leistungen der MDK für die Krankenversicherung

Zu den Aufgaben des MDK für die Krankenkassen gehört es, versichertenbezogene Fragen im Einzelfall zu klären und die Krankenversicherung in Fragen von grundsätzlicher Bedeutung zu beraten. Das Prozedere zwischen Krankenkassen und MDK sieht vor, dass Fragen der Kassenmitarbeiter zunächst in einer so genannten Sozialmedizinischen Fallberatung (SFB) geklärt werden sollen. Diese findet üblicherweise mit dem MDK-Gutachter in den Räumen der Krankenkasse statt. Sofern es sich um Fragen handelt, die nicht an Ort und Stelle geklärt werden können - zum Beispiel weil für die Beurteilung wichtige Unterlagen fehlen oder weil ein persönliches Gespräch mit dem Versicherten (körperliche Untersuchung) erforderlich ist - werden sie in einer ausführlicheren Begutachtung beim MDK bearbeitet. Die Begutachtung kann durch eine persönliche Einladung des Versicherten zum MDK oder durch eine Auswertung der vorliegenden Unterlagen (Aktenlagegutachten) erfolgen.

Über die versichertenbezogenen Fragen hinaus, können die Krankenkassen den MDK mit der Beratung in grundsätzlichen Fragen (Beratung) beauftragen. Tabelle 3 zeigt, wie häufig die Krankenkassen den MDK im Jahr 2008 bei versichertenbezogenen Fragen eingeschaltet haben. Tabelle 3a zeigt, welche Anlässe zu einer Sozialmedizinischen Fallberatung oder Begutachtung geführt haben.

Tabelle 3:
Versichertenbezogene Leistungen der MDK für die GKV im Jahr 2009
Leistung  Anzahl  in Prozent 
Sozialmedizinische Fallberatungen  4.564.057   100,0 
Begutachtungen  1.804.597   100,0 

 

Tabelle 3a:
Versichertenbezogene Beratungen und Begutachtungen der MDK für die GKV im Jahr 2009 nach Anlassgruppen
Anlassgruppe  Anzahl  in Prozent 
Stationäre Leistungen  2.326.306   36,5 
Arbeitsunfähigkeit  1.605.977   25,2 
Leistungen zur Vorsorge / Rehabilitation  1.159.071   18,2 
Hilftsmittel GKV  515.936   8,1 
Ambulante Leistungen  458.786  7,2 
Neue/unkonventionelle Untersuchungs-
und Behandlungsmethoden/ Arzneimittel 
117.508  1,8 
Ansprüche gegenüber/von Dritten  40.229  0,6 
Zahnmedizin  34.607  0,5 
Sonstige Anlässe  110.234   1,7 
Gesamt  6.368.654  100,0 

 

Leistungen der MDK für die Soziale Pflegeversicherung

Jeder Versicherte, der eine Leistung der Pflegeversicherung beantragt, muss vorher begutachtet werden. Für die Soziale (gesetzliche) Pflegeversicherung übernehmen die Medizinische Dienste diese Aufgabe. Konkret prüfen sie, ob und in welchem Maß ein Versicherter pflegebedürftig ist. Daten aus diesen Begutachtungen werden vom Medizinischen Dienst der Spitzenverbände der Krankenkassen (MDS) in einer bundesweiten Statistik zusammengeführt. Seit dem Start der Pflegeversicherung im Jahr 1995 haben die Medizinischen Dienste über 18 Millionen Begutachtungen vorgenommen. Darüber hinaus führen die MDK im Auftrag der Landesverbände der Pflegekassen Qualitätsprüfungen bei ambulanten Pflegediensten und in Pflegeheimen (stationäre Pflege) durch.

Tabelle 4a zeigt, wie viele Pflegebegutachtungen die Medizinischen Dienste im Jahr 2008 durchgeführt haben und auf welche Pflegeleistung sie sich bezogen. Drei Viertel aller Begutachtungen betrafen Versicherte, die ambulante Pflege beantragt hatten bzw. ambulante Pflege erhielten.

Tabelle 4a:
Begutachtungen der MDK für die Soziale Pflegeversicherung im Jahr 2008
Beantragte Leistung  Anzahl  in Prozent 
Ambulante Pflege  1.098.004  76,3 
Vollstationäre Pflege  332.734  23,1 
Pflege in vollstationären Einrichtungen
der Behindertenhilfe 
8.709  0,6 
Gesamt  1.439.447  100,0 

 

Bei den Begutachtungen werden drei Arten unterschieden: Erstbegutachtungen, Höher-stufungs-/Wiederholungsbegutachtungen und Widerspruchsbegutachtungen. Zu den Erstbegutachtungen zählen alle Begutachtungen von Versicherten, die erstmals begutachtet werden und Begutachtungen von Antragstellern, bei denen in einer vorherigen Begutachtung keine Pflegebedürftigkeit festgestellt wurde. Höherstufungs- bzw. Wiederholungs-begutachtungen sind Begutachtungen von Versicherten, die bereits eine Pflegestufe haben und bei ihrer Pflegekasse einen Antrag auf eine höhere Pflegestufe gestellt haben oder bei denen der MDK-Gutachter eine wiederholte Begutachtung zu einem späteren Zeitpunkt empfohlen hat,  weil es wahrscheinlich ist, dass sich die Pflegestufe in absehbarer Zeit verändern wird.

Tabelle 4b zeigt die Verteilung der Begutachtungen auf diese Begutachtungsarten.

Tabelle 4b:
Begutachtungen der MDK für die Soziale Pflegeversicherung im Jahr 2008 nach Begutachtungsarten
Begutachtungsart  Anzahl  in Prozent 
Erstbegutachtungen  801.311  55,6 
Höherstufungs-/
Wiederholungsbegutachtungen 
540.773  37,6 
Widerspruchsbegutachtungen  97.363  6,8 
Begutachtungen insgesamt  1.439.447  100,0 

 

Tabelle 5:
Ergebnisse von Erstbegutachtungen der MDK für die Soziale Pflegeversicherung im Jahr 2008 (in Prozent)
Beantragte
Leistung 
Pflege-
stufe I 
Pflege-
stufe II 
Pflege-
stufe III 
nicht pflege-
bedürftig 
Ambulante
Pflege 
50,0  13,9  2,9  33,2 
Stationäre
Pflege 
48,2  30,4  6,1  15,2 
Gesamt  49,4  17,1  3,7  29,8 

 

Qualitätsprüfung von Pflegeeinrichtungen

Neben den Pflegebegutachtungen führen die MDK im Auftrag der Landesverbände der Pflegekassen Qualitätsprüfungen in Pflegeeinrichtungen durch. Bis Ende 2007 haben die Medizinischen Dienste 72,4  Prozent aller ambulanten Pflegedienste und 82,7 Prozent aller stationären Pflegeeinrichtungen mindestens einmal geprüft. Die Gesamtzahl aller Prüfungen einschließlich Mehrfachprüfungen lag Ende 2007 bei 36.917.

Tabelle 6:
Anzahl der Pflege-Qualitätsprüfungen der MDK im Jahr 2007
Pflege-
einrichtung 
Anlass-
bezogene
Prüfung 
Stichproben-
prüfung 
Evaluations-
prüfung 
Gesamt 
Ambulant  303  1.138  396  1.847 
Stationär  659  958  675  2.330 
Gesamt  962  2.096  1.071  4.177 

 

Pflegebericht des Medizinischen Dienstes

Der Pflege-bericht wertet die Daten aus den Pflegebegutachtungen der Medizinischen Dienste aus und wird vom Medizi-nischen Dienst des Spitzenverbandes Bund der Kranken-kassen (MDS) herausgegeben. Den aktuellen Pflegebericht können Sie hier als PDF-Datei downloaden.

» Pflegebericht des Medizinischen Dienstes 2007-2008 

Gesundheits-berichterstattung des Bundes

Informationen über die gesundheitliche Lage und gesundheitliche Versorgung der Bevölkerung in Deutschland. Gemeinsame Aufgabe des Robert-Koch-Institutes und des Statistischen Bundesamtes im Auftrag des Bundesministeriums für Gesundheit. Ziel der Online-Datenbank ist es, Daten an zentraler Stelle zusammenzuführen.

» Link zur Gesund-heitsberichterstattung des Bundes

Daten des BMG

Statistiken über die Gesetzliche Kranken- und Pflegever-sicherung auf der Internetseite des Bundesministeriums für Gesundheit.

» zur Internetseite des BMG

Daten des Statistischen Bundesamtes

Amtliche Statistiken zu den Bereichen Gesundheitswesen und Sozialleistungen.

» zur Internetseite des Statistischen Bundesamtes


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