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Zusammengesetzte und einzelne Puzzle-Teile

Gliederung und Organisation der Medizinischen Dienste

Der Medizinische Dienst der Krankenversicherung (MDK) ist eine Gemeinschaftseinrichtung der gesetzlichen Kranken- und Pflegekassen und in jedem Bundesland als eigenständige Arbeitsgemeinschaft organisiert. Ausnahmen: In Nordrhein-Westfalen gibt es zwei Medizinische Dienste: den MDK Nordrhein und den MDK Westfalen-Lippe; Berlin und Brandenburg haben einen landesübergreifenden MDK mit Sitz in Potsdam. Die Medizinischen Dienste in Hamburg und Schleswig-Holstein haben sich zum MDK Nord zusammengeschlossen. Der Medizinische Dienst der Spitzenverbände der Krankenkassen (MDS) hat seinen Sitz in Essen.

Kassen als Träger
Mitglieder des MDK sind die gesetzlichen Krankenkassen. In Deutschland gibt es zur Zeit etwa 220 Krankenkassen und insgesamt sieben Krankenkassenarten.

  • AOK - Die Gesundheitskasse (AOK)
  • Betriebskrankenkassen (BKK)
  • Innungskrankenkassen (IKK)
  • Angestellten-Ersatzkassen (VdAK)
  • Arbeiter-Ersatzkassen (AEV)
  • Landwirtschaftliche Krankenkasse (LKK)
  • Knappschaft (KBS)

Föderale Struktur
Die jeweiligen Landesverbände der Betriebs-, Innungs- und Ortskrankenkassen, die landwirtschaftlichen Krankenkassen und die Verbände der Ersatzkassen (VdAK und AEV) haben in jedem Bundesland gemeinsam die Arbeitsgemeinschaft "Medizinischer Dienst der Krankenversicherung" gegründet. Der MDK untersteht der Aufsicht des Sozialministeriums im jeweiligen Bundesland. Die Rechtsform der MDK in den östlichen Bundesländern und des MDS ist der eingetragene Verein, in den westlichen Bundesländern die einer Körperschaft des öffentlichen Rechts.

MDK-Gemeinschaft
Die regionalen Medizinischen Dienste und der MDS bilden die MDK-Gemeinschaft und kooperieren fachlich eng miteinander. Dazu wurden zwei Arten von gemeinsamen Kompetenz-Einheiten eingerichtet. Sie bündeln die Fachkompetenz der MDK-Gemeinschaft und fördern den Arbeits- und Informationsaustausch.Sieben „Sozialmedizinische Expertengruppen“ (SEG) stellen medizinisches Fachwissen in zentralen Beratungs- und Begutachtungsfeldern des MDK bereit, zum Beispiel „Pflegeversicherung“ oder „Arzneimittelversorgung“. Die vier Kompetenz-Centren bündeln spezielles medizinisches Fachwissen und stellen es MDK-intern sowie den Kranken- und Pflegekassen zur Verfügung. Darüber hinaus hat der Gesetzgeber dem MDS die Aufgabe der Koordination der Medizinischen Dienste übertragen. Besonders die vom MDS initiierten Begutachtungsanleitungen sowie ein zentrales Fortbildungsprogramm sichern die bundeseinheitliche Beratung und Begutachtung durch die Medizinischen Dienste.

Organe
Die Organe des MDK sind der Verwaltungsrat und der Geschäftsführer. Die Mitglieder des Verwaltungsrates werden von den Verwaltungsräten der Krankenkassenverbände benannt. Der Verwaltungsrat stellt unter anderem die Satzung auf, legt die Richtlinien für die Arbeit des MDK fest, stellt den Haushaltshaltsplan fest und wählt den Geschäftsführer. Der Geschäftsführer führt die Geschäfte des MDK entsprechend den Vorgaben des Verwaltungsrates. Er stellt den Haushaltsplan auf und vertritt den MDK gerichtlich und außergerichtlich.

Finanzierung
Die Medizinischen Dienste werden von ihren Trägern, also den Kranken- und Pflegekassen auf Landesebene, finanziert. Ihre Zahlungen richten sich danach, wie viele Mitglieder die Kassen haben. Da die Medizinischen Dienste sowohl für die Krankenversicherung als auch für die Pflegeversicherung Aufgaben übernehmen, zahlen Kranken- und Pflegekassen jeweils 50 Prozent. Die Gesamtausgaben der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung für die Medizinischen Dienste lagen 2004 bei etwa 540 Millionen Euro. Unter Berücksichtigung der hälftigen Finanzierung entspricht dies einem Anteil von 0,19 Prozent an allen Ausgaben der gesetzlichen Krankenversicherung und von 1,53 Prozent an den Gesamtausgaben der gesetzlichen Pflegeversicherung.

 

 

 

 

 

 

 


 

Rechtliche Grund-lagen SGB V

Über die folgenden Links haben Sie Zugriff auf ausgewählte Regelungen des Sozialgesetzbuches 5 (SGB V), welche die Organisation der Medizinischen Dienste betreffen. Die Links führen auf ein Internetangebot des Bundesministeriums der Justiz in Zusammenarbeit mit der juris gmbh.


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