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CD als Symbol für einen Datenträger

Was passiert mit meinen Daten?


Jeder Versicherte hat einen Anspruch darauf, dass seine Daten vom MDK mit höchster Diskretion behandelt werden. Daher sind die Ärzte des MDK, aber auch alle anderen Mitarbeiter verpflichtet, Stillschweigen über personenbezogene Daten zu bewahren.

Wozu benötigt der MDK Daten?
Der MDK wird von den Kranken- und Pflegekassen mit der Klärung medizinischer oder pflegerischer Fragen beauftragt, die sie selbst nicht klären können. Um qualifiziert antworten zu können, ist es für die MDK-Gutachter erforderlich, sich ein Bild zum Beispiel über die Erkrankung und die bisherige oder beabsichtigte Behandlung beim Hausarzt zu machen.
Gesetzliche Bestimmungen erlauben dem MDK, die notwendigen Daten des Versicherten über Krankheiten, Behinderungen, Behandlungen und Pflegebedarf einzuholen und für die gutachterliche Arbeit zu nutzen.

Welche Daten benötigt der MDK?
Röntgenbilder, Arztberichte, Entlassungsberichte aus dem Krankenhaus oder einer Rehabilitationseinrichtung, Verordnungen für Medikamente und Hilfsmittel oder die Pflegedokumentation sind Beispiele für die Unterlagen, die dem MDK hilfreich sind.

Woher kommen die Daten?
Folgende Akteure im Gesundheitswesen liefern dem MDK die erforderlichen Angaben:
- Kranken- und Pflegekassen,
- behandelnde Ärzte, Krankenhäuser, Rehabilitationseinrichtungen, Pflegedienste etc.
- andere Sozialleistungsträger, zum Beispiel: Deutsche Rentenversicherung (DRV), Bundesagentur für Arbeit, Versorgungsamt, Berufsgenossenschaft

Werden Leistungen aus der Pflegeversicherung beantragt, liefern die Versicherten, pflegende Angehörige oder Pflegepersonen die Informationen oft selbst.

Was macht der MDK mit den Daten?
Die Fragen der Kranken - oder Pflegekasse beantworten die MDK-Gutachter in Form einer Stellungnahme. Die vorliegenden Daten werden darin einbezogen.

Wer bekommt die Daten vom MDK?
Die Kranken- oder Pflegekassen erhalten das Ergebnis der MDK-Stellungnahme, die erforderlichen Befundangaben und ggf. Hinweise für die Behandlung bzw. Pflege. Auch Leistungserbringer wie Hausärzte oder Krankenhäuser werden informiert. Ein Beispiel: Hat der Hausarzt einen Versicherten krankgeschrieben und der MDK dazu ein Gutachten erstellt, wird auch der Hausarzt über die Antwort des MDK schriftlich in Kenntnis gesetzt. Der Arbeitgeber erhält keine Auskünfte.

Anders verhält es sich bei Leistungen aus der Pflegeversicherung: Nach dem Pflege-Versicherungsgesetz ist nicht vorgesehen, dass der Hausarzt des Antragsstellers automatisch über die MDK-Begutachtung informiert wird.

Auf Anforderung übermittelt der MDK seine Stellungnahme an andere Sozialleistungsträger. Ein Beispiel: Hat der Versicherte bei der Deutschen Rentenversicherung (DRV) eine Rente wegen Erwerbsunfähigkeit beantragt, kann die MDK-Stellungnahme zur Arbeitsunfähigkeit für die DRV sehr hilfreich sein und eine Doppeluntersuchung vermeiden. In diesem Fall ist die DRV berechtigt, das MDK-Gutachten anzufordern.

Sonstige Auskünfte des MDK sind nur mit schriftlicher Einwilligung des Versicherten möglich.

Wie lange werden Daten gespeichert?
Der MDK archiviert die Daten für maximal fünf Jahre.

Weitergehende Fragen zum Umgang und Schutz der Daten beantworten gerne die Datenschutzbeauftragten der jeweiligen Medizinischen Dienste.

Rechtliche Regelungen

Akteneinsicht durch Beteiligte und Mitteilungspflcihten


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