Die gutachterliche Tätigkeit der etwa 2.600 Pflegefachkräfte des MDK basiert auf dem Wissen und auf den Erfahrungen, die die Pflegefachkräfte in ihrer Ausbildung und ihrer bisherigen Berufstätigkeit im Rahmen der Gesundheits- und Krankenpflege oder Gesundheits- und Kinderkrankenpflege oder Altenpflege erworben haben. Aufbauend auf diesem pflegerischen Know-how werden Fortbildungen über die gesetzlichen Regelungen zur sozialen Pflegeversicherung sowie auf dem Gebiet der Kommunikation und Gesprächsführung in der Pflegebegutachtung absolviert.

Nachdem die Pflegekasse den Antrag und alle zur Begutachtung notwendigen Unterlagen zur Feststellung von Pflegebedürftigkeit an den MDK geleitet hat, hat die Begutachtung innerhalb gesetzlich vorgeschriebener Fristen zu erfolgen. Die Begutachtung erfolgt – abhängig von der Antragsart bzw. dem Aufenthaltsort des Versicherten – im Wohnbereich, im Krankenhaus oder in einer stationären Rehabilitationseinrichtung. Von den pflegefachlichen Gutachtern (m/w) wird festgestellt, welche gesundheitlich bedingten Beeinträchtigungen der Selbstständigkeit oder der Fähigkeiten vorliegen. Die Ressourcen der Versicherten werden differenziert erfasst. Hinweise pflegender Angehöriger und Auskünfte behandelnder Ärzte werden berücksichtigt. Auf der Basis der gewonnenen Informationen wird unter Beachtung der Begutachtungsrichtlinie ein Gutachten erstellt, in dem der Pflegekasse der Pflegegrad empfohlen wird.

Um eine angemessene Pflege bzw. die Einhaltung vereinbarter Qualitätsstandards in stationären und ambulanten Pflegeeinrichtungen sicherzustellen, erfolgen sowohl regelmäßige als auch anlassbezogene unangemeldete Prüfungen in Alten- und Pflegeheimen, in Hospizen und in Sozialstationen. Der/Die pflegefachliche Gutachter/-in, der/die auch über spezielle Kenntnisse im Bereich der Qualitätssicherung verfügt, nimmt – ggf. im Team mit weiteren Pflegefachkräften oder Ärzten und Ärztinnen des MDK – die Pflegesituation vor Ort in Augenschein.

Eine Qualitätsprüfung kann mehrere Tage andauern. Ergebnis der Qualitätsprüfung ist ein Prüfbericht, den die Auftraggeber (Pflegekassenverbände) erhalten. Bei Qualitätsprüfungen in ambulanten Pflegediensten erfolgt zudem die Prüfung der erbrachten Leistungen und in Rechnung gestellten Leistungen.

  • Interesse an der Umsetzung der Regelungen zur sozialen Pflegeversicherung (SGB XI)
  • ein gutes Examen als Gesundheits- und (Kinder-) Krankenpfleger/-in – teilweise auch als Altenpfleger/-in
  • umfangreiche pflegerische Erfahrung im stationären bzw. im ambulanten Bereich
  • ideal wären Weiterbildungen im Bereich Führung/ Qualitätsmanagement
  • Sicherheit in der Gesprächsführung, schriftlichen Darstellung und im Beurteilungsvermögen
  • Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis
  • ein hohes Maß an Belastbarkeit, die durch die Außendiensttätigkeit entsteht
  • Verantwortungsbewusstsein, Einsatzbereitschaft, Kommunikations- und Teamfähigkeit
  • den sicheren Umgang mit moderner Informations- und Kommunikationstechnik
  • eine anspruchsvolle Tätigkeit, die auf Ihren Kenntnissen und Erfahrungen aus Klinik, Altenheim oder ambulantem Pflegedienst aufbaut
  • eine wichtige Aufgabe innerhalb des deutschen Gesundheitswesens
  • kontinuierliche Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten
  • gute Möglichkeiten der Work-Life-Balance durch flexible Arbeitszeiten ohne Nacht- und Wochenenddienste und durch die Möglichkeit einer Teilzeitbeschäftigung
  • moderne Arbeitsplätze mit neuester Informations- und Kommunikationstechnik
  • einen sicheren Arbeitsplatz mit attraktiver Vergütung, die sowohl die an Sie gestellten Anforderungen als auch Ihre individuelle Leistung berücksichtigt